Nach den Jahren 1977 bis 1980 in Folge 64 und 1981 bis 1982 in Folge 65 geht die Reise durch die deutschen Charts der Achtziger weiter.
Diesmal steht das Jahr 1983 im Mittelpunkt – ein Jahr, in dem viele Entwicklungen der vorangegangenen Jahre endgültig im Mainstream angekommen waren. Synthesizer, Drumcomputer, New Wave und elektronische Popmusik waren längst keine Randerscheinungen mehr, sondern bestimmten zunehmend auch die großen Verkaufshitparaden.
Aus heutiger Sicht enthält die Auswahl wieder zahlreiche Stücke, die längst als Achtziger-Klassiker gelten. Damals war ihr Erfolg jedoch keineswegs immer so eindeutig, wie man heute vermuten würde. Manche Titel tauchten überraschend weit hinten in den Jahrescharts auf, andere schafften es trotz regulärer Chartplatzierung überhaupt nicht in die Jahreswertung.
Wie schon in Folge 64 und 65 orientiert sich die Auswahl deshalb an den offiziellen deutschen Jahrescharts und wird durch Stücke ergänzt, die im Laufe des Jahres zwar in den Charts standen, in der Jahresabrechnung aber fehlten.
20 Chartperlen aus dem Jahr 1983 – zwischen New Wave, Synthpop, NDW, Pop, Rock und elektronischer Tanzmusik – in Folge 66 von „Elekthromas Musikwelten“.
Nachdem ich euch in den letzten 3 Folgen mit diversen schrägen und unbekannten B-Seiten gequält habe, gibt es heute für eure Treue mal wieder mehr eingängige Musik. Im dritten Teil der „Missing Tracks“ oder auch „Dorschenanner“ präsentiere ich heute Bands, die bisher zu kurz kamen oder Titel, die im Schatten der Hits gerne vergessen werden. Und ein paar Überraschungen.
Heute gibt es also wieder einen relativ wilden Mix, denn die Sendung hat kein konkretes Konzept. 24 weitere Titel aus meiner persönlichen Achtziger-Playlist, die ich in den ersten 40 Folgen noch nicht gespielt habe. Es sind heute einige Hits dabei, aber auch weniger bekannte Songs und Bands.
In meiner Serie geht es ja eigentlich um die Entdeckung meiner Musikwelten in den Achtziger Jahren und wie ich das damals wahrgenommen habe. Dabei liegt der Fokus auf elektronischer Musik oder New Wave. Das Problem für mich beim Thema Weihnachtslieder: Das hat mich damals überhaupt nicht interessiert. Im Gegenteil: Weihnachtsmusik war nicht nur uncool, sondern sogar peinlich. Ich habe mich jetzt auch erfolgreich 2 Jahre dem Thema verweigert. Da ich durch die Sendeplatzverlegung meine Dezember-Folge nun am zweiten Weihnachtsfeiertag gesendet wird, habe ich mich jetzt aber doch nochmal erneut mit dem Thema beschäftigt.
Das Ergebnis: in den Achtzigern hat eigentlich kaum eine coole Band ein Weihnachtslied geschrieben. Dazu war man einfach zu cool. Ausnahme war vielleicht “Frankie goes to Hollywood”, wobei “The power of love” eigentlich gar nicht als Weihnachtslied gedacht war. Alles andere war entweder rockig oder sehr Cheesy und seicht. Im besten Fall hat mal jemand ein Weihnachtsalbum mit klassischen Liedern aufgenommen. Ich habe also mein Konzept etwas aufgeweicht und mich dazu entschieden, die Einschränkung auf die Achtziger zu verwerfen. Dadurch konnte ich doch tatsächlich eine vierstündige Playlist mit 65 Titeln zusammenstellen. Wobei da auch ein paar cheesy Hits dabei waren (z.B. Last Christmas oder Power of Love). Da man diese bekannten Songs aber zu Genüge im Mainstream-Radio zu hören bekommt, habe ich mich bei meiner Playlist eher auf unbekanntere und/oder etwas schrägere Weihnachtslieder aus dem Bereich Synthpop und New Wave vorzustellen. Unabhängig vom Jahrzehnt.
Natürlich habe ich dennoch den Bezug zu meinem eigentlichen Konzept nicht aus den Augen verloren. Alle Songs stammen entweder von Achtziger-Künstlern oder es sind Künstler, die offensichtlich durch die Achtziger inspiriert wurden. Es sind viele poppige Lieder dabei, aber auch ein paar sehr skurrile oder überraschende. Die Sendung ist nur eins nicht: Vorhersehbar 😉
Richtigstellungen und Ergänzungen zur Sendung:
Da ich die Sendung großteils aus meinem Gedächtnis mache, schleichen sich manchmal kleine historische Fehlerchen ein, die ich hier gerne korrigiere. Außerdem fällt mir nachträglich auch oft noch was ein, was ich vergessen habe zu erwähnen:
Zu erwähnen ist noch, das der Gitarrist/Sänger von The Clash (Mick Jones) bei der Version von Lily Allen im Background zu hören ist und auch Gitarre spielte.
Inanity over Christmas von Madness erschien 1984 als Flexi-Disc für den Fanclub