Folge 43: Balladen der Achtziger 1

In den Achtzigern wurde nicht nur ausgelassen getanzt, sondern es gab auch jede Menge Balladen. Viele davon unerträglich schnulzig, andere eher depressiv und wieder andere nur wunderschön. In Folge 1 der Balladen beschäftige ich mich in erster Linie mit den wunderschönen Stücken. Dabei werden ein paar bekannte, ein paar unbekannte und sogar ein paar überraschende Songs zu hören sein. Fokus natürlich wie immer auf New Wave und Elektropop, aber es gibt auch Ausnahmen. Eins haben aber alle Titel in dieser Folge gemeinsam: Ich habe sie noch nicht in einer vorherigen Sendung gespielt.

Die eigentlich Definition einer Ballade variiert ja etwas. Im literarischen Sinn wären es ja gesungene Geschichten. Das trifft vereinzelt zu, aber insgesamt geht es mehr um die moderne Definition, die auf Wikipedia folgendermaßen zu finden ist:

„Ballade (Unterhaltungsmusik)
Als Ballade wird in der Unterhaltungsmusik ein emotionales, meist langsam gespieltes Musikstück bezeichnet.

Allgemeines:
Balladen finden sich in den meisten Musikgenres wie Pop, Rhythm and Blues, Soul, Country, Folk, Rock und elektronischer Musik.
Für Rockballaden hat sich, vor allem in Bezug auf Metal-Bands, auch die Bezeichnung Powerballade etabliert. Laut Musikjournalist Charles Aaron entstanden Powerballaden in den frühen 1970er Jahren, als Rockbands versuchten, dem Publikum tiefgreifende Botschaften zu vermitteln.

Üblicherweise verwenden Balladen akustische Instrumente wie Gitarre, Klavier, Saxophon und manchmal ein Orchesterset. Einige Balladen enthalten Klänge aus Synthesizer oder Drumcomputer.

Folge 37: New Wave Christmas

In meiner Serie geht es ja eigentlich um die Entdeckung meiner Musikwelten in den Achtziger Jahren und wie ich das damals wahrgenommen habe. Dabei liegt der Fokus auf elektronischer Musik oder New Wave. Das Problem für mich beim Thema Weihnachtslieder: Das hat mich damals überhaupt nicht interessiert. Im Gegenteil: Weihnachtsmusik war nicht nur uncool, sondern sogar peinlich. Ich habe mich jetzt auch erfolgreich 2 Jahre dem Thema verweigert. Da ich durch die Sendeplatzverlegung meine Dezember-Folge nun am zweiten Weihnachtsfeiertag gesendet wird, habe ich mich jetzt aber doch nochmal erneut mit dem Thema beschäftigt. 

Das Ergebnis: in den Achtzigern hat eigentlich kaum eine coole Band ein Weihnachtslied geschrieben. Dazu war man einfach zu cool. Ausnahme war vielleicht “Frankie goes to Hollywood”, wobei “The power of love” eigentlich gar nicht als Weihnachtslied gedacht war. Alles andere war entweder rockig oder sehr Cheesy und seicht. Im besten Fall hat mal jemand ein Weihnachtsalbum mit klassischen Liedern aufgenommen. Ich habe also mein Konzept etwas aufgeweicht und mich dazu entschieden, die Einschränkung auf die Achtziger zu verwerfen. Dadurch konnte ich doch tatsächlich eine vierstündige Playlist mit 65 Titeln zusammenstellen. Wobei da auch ein paar cheesy Hits dabei waren (z.B. Last Christmas oder Power of Love). Da man diese bekannten Songs aber zu Genüge im Mainstream-Radio zu hören bekommt, habe ich mich bei meiner Playlist eher auf unbekanntere und/oder etwas schrägere Weihnachtslieder aus dem Bereich Synthpop und New Wave vorzustellen. Unabhängig vom Jahrzehnt. 

Natürlich habe ich dennoch den Bezug zu meinem eigentlichen Konzept nicht aus den Augen verloren. Alle Songs stammen entweder von Achtziger-Künstlern oder es sind Künstler, die offensichtlich durch die Achtziger inspiriert wurden. Es sind viele poppige Lieder dabei, aber auch ein paar sehr skurrile oder überraschende. Die Sendung ist nur eins nicht: Vorhersehbar 😉

Richtigstellungen und Ergänzungen zur Sendung:

Da ich die Sendung großteils aus meinem Gedächtnis mache, schleichen sich manchmal kleine historische Fehlerchen ein, die ich hier gerne korrigiere. Außerdem fällt mir nachträglich auch oft noch was ein, was ich vergessen habe zu erwähnen:

Zu erwähnen ist noch, das der Gitarrist/Sänger von The Clash (Mick Jones) bei der Version von Lily Allen im Background zu hören ist und auch Gitarre spielte.

Inanity over Christmas von Madness erschien 1984 als Flexi-Disc für den Fanclub