Konzert 2022.11: xPropaganda
5.11.2022, Nachtleben, Frankfurt, Gesamtbewertung: 4,8
Bewertungen (0-10)
Künstler/Band: 8
Musik: 8
Sound: 4
Bühnenbild: 2
Location: 2
4,8 klingt relativ schwach, dafür, dass das neue Album „The Heart is Strange“ eigentlich sehr gut ist und ich die beiden Damen bereits vor ein paar Jahren als „Duel“ in Berlin und Bochum gesehen hatte, wo ich eigentlich jeweils sehr begeistert war. Tatsächlich liegt die schlechte Bewertung auch nicht nur an der Band oder der musikalischen Darbietung, sondern überwiegend an der Location und den dazugehörigen Umständen. Fand ich seinerzeit das Nachtleben bei „Komputer“ (I Start Counting) noch sehr geil, weil es quasi ein Wohnzimmer-Konzert mit knapp 50 Gästen war, hat mich dieser stickige Kack-Keller die letzten Konzerte eigentlich immer nur genervt. Das Ding gehört meiner Meinung nach verboten. Es ist immer hoffnungslos überfüllt, man sieht ab Reihe 3 absolut nichts mehr, da die Bühne viel zu niedrig ist und dann ist auch noch eine fette Säule mitten im Raum. Zu Corona-Zeiten finde ich das „Überfüllte“ noch mit am Schlimmsten. Insgesamt echt zum Kotzen. Ich fand das schon zuletzt bei Brendan Perry (Dead Can Dance), Palais Schaumburg und Solar Fake ätzend. Ich will mir garnicht vorstellen, was da los ist, wenn ein Feuer ausbricht.
xPropaganda sind ja Claudia Brücken und Susanne Freytag von Propaganda, die ohne Ralf Dörper, Michael Mertens und Andreas Thein den Namen Propaganda nicht verwenden dürfen. Die Rechte am Namen hat soweit ich informiert bin Michael Mertens, der ja 1990 auch als Einziger noch am zweiten (grottenschlechten) Album „1234“ von Propaganda beteiligt war. Das neue Album wurde wieder von Claudias Ex-Freund Stephen Lipson produziert, was tatsächlich dazu geholfen hat, den Sound vom genialen ersten Album „A Secret Wish“ wieder etwas aufzugreifen. Wenn auch nicht mehr so bombastisch wie noch 1985.
Jetzt noch ein paar Worte zum Konzert selbst. Claudia Brücken hat wie immer sehr gut gesungen und die Band war auch in Ordnung. Leider gab es so gut wie kein Bühnenbild und wie so oft haben mir viele Synth-Parts gefehlt. Teilweise mies abgemischt, teilweise garnicht vorhanden. Vor allem bei den alten Stücken vom genialen Album „A secret wish“ hat das die Songs kastriert. Ich fand das Konzert für den hohen Preis (47,50) auch viel zu kurz. Andererseits, war ich froh, dass ich schnell wieder raus konnte. Insgesamt ein fader Konzert-Abend, bei dem das Rahmenprogramm mit meinen Begleitungen am besten war…
Achja, was genau Susanne Freytags Rolle ist, habe ich schon früher nicht verstanden. Sie hat einige Sprechgesangs-Parts und trommelt (m.E. Playback) auf E-Drums rum. Beides leicht austauschbar. Aber OK, so ist sie wenigstens von der Straße weg… 😉
Die Fotos habe ich übrigens mit ausgestreckten Armen gemacht, um zumindest mal zu sehen, was da passiert. Ich hab teilweise das Handy hochgehalten, nur um darauf das Konzert anzuschauen. Die Leute hinter und neben mir waren übrigens dankbar dafür und haben das Konzert auch auf meinem Handy geschaut…
Top Gänsehaut-Momente:
Als ich heil wieder draußen war.




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