Phillip Boa in Heidelberg

Konzert 2024.03: Phillip Boa & The Voodooclub

13.4.2024, Halle02, Heidelberg
Support: Vanessa Anne Redd
Gesamtbewertung: 6,6 (10)

Bewertungen (0-10)
Künstler/Band: 8
Musik: 5
Sound: 8
Bühnenbild: 4
Location: 8

Einführung

Achja, Phillip Boa oder Ernst Ulrich Figgen, wie er im echten Leben heißt. Eigentlich immer zu schrammelig für mich, aber irgendwie mochte ich ihn immer. Er war halt auch immer für eine poppige Überraschung gut. Der Refrain von „Container Love“ überraschte mich damals in der Krone immer wieder positiv. Und dann gab es wieder Geschrammel. In den Neunzigern wurde er dann doch etwas elektronischer und poppiger. Die Alben „Boaphenia“, „God“ und „She“ gefallen mir bis heute richtig gut. Als ich dann hörte, dass es nun eine Boaphenie + Hits Tour gibt, war es an der Zeit, mir den Altmeister des Indie-Pop mal live anzuschauen.

Es sein noch erwähnt, dass das das erste Konzert nach meinem Krankenhausaufenthalt wegen einer Lungen-Embolie war und ich netterweise einen Dreibein-Hocker mit rein nehmen durfte (Danke an die Security von Halle02). Ohne den Hocker wäre mir das Konzert auf jeden Fall zu anstrengend geworden.

Support Act: Vanessa Anne Redd

Über Vanessa Anne Red als Support-Act kann ich nur sagen, dass es kurzweiliger war, als man vermuten würde. Irgendwie klingt es zwar oft sehr nach Singer/Songwriter mit Country-Einfluss, aber sie überrascht auch immer wieder mit ein paar Loops, die dann sehr modern klingen. Insgesamt eine angenehme Überraschung.

Phillip Boa

Ich mach es mal wieder kurz: von dem elektronisch poppigem Stil von „Boaphenia“ blieb live leider nicht viel übrig. Es war Geschrammel! Viel Geschrammel bis hin zum Heavy Metal bei „Albert is a Headbanger“ in der Vodoocult-Version. Und nicht nur, dass insgesamt viele Synthies komplett gefehlt haben, es waren auch die vorhandenen kaum zu hören.

Natürlich ist es auch schwierig die wunderbare Pia Lund (Bürgerlich „Heide Bohr“) als Sängerin zu ersetzen. Obwohl Sängerin Vanessa (Anne Redd) eine tolle Stimme hat und gut gesungen hat, ist ihre rauhe und volle Stimme nicht vergleichbar mit der engelsgleichen und glockenklaren Stimme von Pia Lund, was für mich im Duett mit Phillips toller tiefen Stimme immer ein besonderes Alleinstellungsmerkmal war. Das fehlte also auch.

Was bleibt ist der coole und sympathische Auftritt von Phillip Boa himself. Er ist schon immer noch eine coole Socke und er scheint noch viel Spaß an der Musik zu haben. Kann aber vielleicht auch am dusteren Licht gelegen haben, dass eine gewisse „Mystik“ erzeugte und die Qualität der Bildaufnahmen drastisch reduzierte 😉

Highlights: Trotz fehlender Pia Lund-Stimme „Love on sale“ und „Container Love“


Entdecke mehr von Elekthromas

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentar verfassen